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Grundlagen der Zusammenarbeit im Uelzener Bündnis.

Grundüberzeugungen

Das Uelzener Bündnis steht grundsätzlich allen Menschen offen, die sich mit uns auf die folgenden, unsere Zusammenarbeit begründenden Grundwerte verständigen können.

Die Grundlagen des Uelzener Bündnisses ist das Konzept der Demokratie, dessen notwendige Grundlage die Geltung und Anwendung der Menschenrechte ist.
Wir treten für eine demokratische, solidarische und tolerante Zivilgesellschaft ein.
Unser Engagement richtet sich also sowohl gegen konkrete Ausprägungen des Rechtsradikalismus, als auch gegen politische Vorgaben, die Rechtsradikalismus befördern können.
Ein besonderes Augenmerk ist also einerseits auf gesellschafliche Strukturen zu richten, die Gründe für Rechtsradikalismus darstellen können, andererseits aber auch auf eine gesellschaftliche Praxis, die Anschlußstellen für Rechtsradikales Gedankengut aktiv konstituiert und organisiert
.
Dieses Engagement steht im direkten Widerspruch zu Überzeugungen, die Politik schnell und autoritär von oben entscheiden wollen, oder Menschen aufgrund ihres Geschlechtes, ihrer Herkunft, ihres Glaubens, Aussehens, sozialem Status oder ihrer politischen Anschauungen diskriminieren.
Menschen dürfen nicht durch Hetzparolen, Aufmärsche oder Gewalttaten verängstigt oder in ihrer persönlichen Freiheit und Würde beeinträchtigt werden.


Handlungsdefizite

Die Beschäftigung mit der Geschichte des Nationalsozialismus, aber auch mit der Entwicklung des Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik erlaubt weder das Ziehen von einfachen Parallelen, noch Handlungsanweisungen für die Gegenwart.
Ebensowenig existieren Patentrezepte gegen den Rechtsradikalismus. Versuche, ihm mit symbolischer Politik oder schnell präsentierten, ausdifferenzierten Maßnahmenkatalogen entgegenzutreten, verbergen häufig nur die Ratlosigkeit ihrer Verfasser, oder versuchen, über ihre eventuelle Mitverantwortung hinwegzutäuschen.
Desgleichen sind weder politisches Anbiederungsverhalten an rechtsradikale Inhalte, das den Trend zum rechtsradikalen Original noch verstärken kann, noch ein schlichtes "Totschweigen" Handlungsstrategien, die gegen rechte Ideologien überzeugen können.


Handlungsprinzipien

Rechte Gewalt und rechte Ideologien sind gesellschaftliche Phänomene, denen wir begegnen müssen.
Diese Verantwortung richtet sich an den Staat, Wirtschaft, Verbände, Vereine, Lebensgemeinschaften und an jeden einzelnen Bürger.
Alle gemeinsam stehen in der Verantwortung zu zeigen, daß rechte Gewalt und rechtsradikale Gesinnung nicht tatenlos hingenommen werden.
Wir alle müssen uns gegen diese Phänomene zur Wehr setzen, nicht nur im Sinne von Gesetzen, Polizei und Justiz.
Den Ursachen rechter Ideologien und ihren konkreten Ausprägungen ist im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe entgegenzutreten.
Die Bewältigung der ihnen zugrundeliegenden politisch-sozialen Gegenwartsprobleme, demokratisch-humanistische Prinzipientreue und kritisch-historisches Bewußtsein bieten zwar keine Erfolgsgarantien im Kampf gegen rechte Ideologien und Bewegungen.
Sie können aber zumindest einer Verrohung der politischen und sozialen Kultur entgegenwirken, die in der Bundesrepublik durch verschiedenste Wechselwirkungen und die "demokratische Eingemeindung" rechtsradikaler Grundpositionen droht.

Als Beitrag zu einem entsprechenden gesellschaftlichen Klima verstehen sich die Aktivitäten des Bündnisses.

Aktivitäten

Das Bündnis will ein monatliches Plenum für verschiedene Gruppen und Einzelpersonen anbieten, um Zusammenarbeit organisieren zu können. Hierbei respektieren wir verschiedene verschiedene Formen des Vorgehens gegen Rechtsradikalismus, sie verdienen unsere Solidarität.

Durch die Zusammenarbeit der Mitglieder soll eine Beobachtung rechtsradikaler Entwicklungen regional und überregional ermöglicht werden.

Es will Aufklärung in der Öffentlichkeit über Entwicklungen und Ursachen rechtsradikaler Entwicklungen leisten.

Eine Aufgabe sieht das Bündnis in der Organisation gewaltfreier, öffentlicher Proteste gegen den Rechtsradikalismus.

Hierzu wird eine Telefonkette unter den Mitgliedern aufgebaut.

Über das Internet soll eine Gegenöffentlichkeit zu allgemein zugänglicher, unzensierter Information aufgebaut werden.

 

 
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